
Was Ischias ist — und warum Sitzen ihn verschlimmert
Ischias bezeichnet Schmerzen entlang des Ischiasnervs — des langen Nervs, der vom unteren Rücken durch das Gesäß und die Rückseite jedes Beins verläuft. Er ist ein Symptom, keine Diagnose, und deutet meist darauf hin, dass eine Nervenwurzel dort gereizt oder eingeengt wird, wo sie aus der Wirbelsäule austritt — oft durch eine Bandscheibenvorwölbung oder eine Verengung der unteren Wirbelsäule. Das typische Kennzeichen: Schmerz, Kribbeln oder Taubheit, die dem Bein folgen, statt im Rücken zu bleiben.
Sitzen erhöht den Druck in den Lendenbandscheiben im Vergleich zum Stehen, und eine zusammengesackte Sitzhaltung erhöht ihn weiter. Eine harte oder flache Sitzkante kann zudem direkt unter Gesäß und Piriformis-Region drücken, wo der Nerv verläuft. Deshalb lohnt es sich, beim Bürostuhl bei Ischias genau hinzuschauen: Der Stuhl kann die eigentliche Ursache nicht behandeln, aber der falsche hält den Nerv acht Stunden am Tag unter Last — und der richtige nimmt den Druck von ihm.
- Ischiasschmerz folgt dem Bein; Schmerz, der nur im unteren Rücken bleibt, ist meist etwas anderes.
- Der Bandscheibendruck ist im Sitzen höher als im Stehen — und beim Zusammensacken noch höher.
- Eine flache, harte Sitzkante kann den Nervenverlauf unter dem Gesäß und hinter dem Oberschenkel einengen.




